Leistungen im Überblick

Was wir tun, wenn andere Altlasten übergehen

Viele Unternehmen beginnen Decommissioning mit einem spontanen Abschalttermin, einberufen, wenn ein System kaum noch zu halten ist. Sie kennen das: hektische Mails, eilige Freigaben, ein Wartungsfenster mitten in der Nacht. Unsere Leistungen setzen davor an. Wir strukturieren den Rückzug aus veralteten Technologien, bevor der Druck eskaliert, und übersetzen technische Risiken in Entscheidungen, die Sie verantworten können.

konsequent
ganzheitlich
Beratungsteam entwirft Fahrplan zur Stilllegung veralteter Technologien

Decommissioning als eigene Disziplin ernst nehmen

Die übliche Reihenfolge lautet: Neues System einführen, Altes provisorisch weiterbetreiben, später irgendwie abschalten. Genau dieses „später“ macht Landschaften fragil. Unsere Leistungen stellen das Ende von Technologien gleichberechtigt neben ihren Start. Wir helfen Ihnen, eine klare Landkarte der Altsysteme zu zeichnen, Risiken zu gewichten und Abschaltpfade zu definieren, die den laufenden Betrieb respektieren. Sie bringen Ihr Wissen über Prozesse mit, wir bringen Struktur, Methoden und Erfahrung aus abgeschlossenen Stilllegungen ein.

Gespräch planen
01

System- und Abhängigkeitsanalyse

Altlasten sichtbar machen
Viele Unternehmen verfügen nur über verstreute Listen, alte Diagramme und das Wissen einzelner Schlüsselpersonen, wenn es um ihre Altsysteme geht. In diesem Baustein führen wir alles zusammen: Interviews, System-Scans, Monitoring-Daten und Fachwissen. Mit unserem Rahmen „Landkarte Altlandschaft“ strukturieren wir diese Informationen und machen sichtbar, welche Anwendungen, Datenbanken, Schnittstellen und Schattenlösungen tatsächlich aktiv sind. Wir halten explizit fest, wo Unsicherheiten bestehen, statt sie zu verdecken. Das Ergebnis ist ein Bild, das unvollkommen, aber entscheidungsfähig ist – eine Grundlage, auf der Sie Abschalt- und Migrationsschritte bewusst planen können.
  • Interviews mit Fachseite und IT
  • Strukturierte Sicht auf Altsysteme
  • Dokumentation von Unsicherheiten
02

Risiko- und Priorisierungsanalyse

Entscheidungen greifbar machen
Wenn jedes System „wichtig“ ist, bleibt am Ende alles bestehen. Unsere Risiko- und Priorisierungsanalyse bringt Ordnung in diese Debatte. Gemeinsam definieren wir Kriterien wie Ausfallfolgen, Sicherheitslage, Betriebskosten, regulatorische Anforderungen und verfügbare Alternativen. Mit dem Modell „Risiko-Gefüge Decommissioning“ gewichten wir diese Kriterien und bewerten jedes System nachvollziehbar. Die Ergebnisse bereiten wir so auf, dass sowohl Technikverantwortliche als auch Fachbereiche sie lesen und diskutieren können. Daraus entsteht eine Reihenfolge, in der Technologien ersetzt, migriert oder stillgelegt werden, ohne dass Entscheidungen als intransparent oder willkürlich wahrgenommen werden.
  • Gemeinsame Kriterien entwickeln
  • Nachvollziehbare Prioritäten je System
  • Grundlage für Budget- und Zeitplanung
03

Abschalt- und Migrationsplanung

Vom Kalender zur Route
Ein Abschalttermin im Kalender ist kein Plan. In diesem Baustein übersetzen wir die priorisierte Systemliste in einen konkreten Abschaltpfad. Mit unserem „Taktplan Rückzug“ definieren wir Phasen, Meilensteine und Abhängigkeiten, legen Test- und Fallback-Szenarien fest und beschreiben, welche Vorarbeiten vor jedem Schritt erledigt sein müssen. Wir achten darauf, dass technische Aufgaben mit fachlichen Terminen, Berichtspflichten und internen Sperrfristen abgestimmt sind. Der Plan bleibt bewusst übersichtlich und wird so gestaltet, dass er im Projektalltag lebendig bleibt: aktualisierbar, kommentierbar und für alle Beteiligten verständlich.
  • Phasen und Meilensteine definieren
  • Test- und Fallback-Szenarien planen
  • Abstimmung mit Fachterminen
04

Begleitung von Abschaltprojekten

Kritische Phasen stützen
Die kritischsten Momente eines Decommissioning-Projekts liegen nicht in den Präsentationen, sondern in den Stunden rund um den Abschaltzeitpunkt. In unserem Baustein „Begleitete Abschaltung“ stehen wir Ihrem Team genau dann zur Seite. Wir moderieren Go-/No-Go-Entscheidungen, überprüfen Checklisten, halten Kommunikationswege offen und dokumentieren Abweichungen in Echtzeit. Nach Abschluss der Maßnahme werten wir mit Ihnen gemeinsam aus, was funktioniert hat, welche Risiken sich anders gezeigt haben als erwartet und welche Regeln sich daraus für künftige Projekte ableiten lassen. So wird jede Abschaltung zu einer Quelle von Erfahrung, statt nur zu einem überstandenen Ereignis.
  • Unterstützung in kritischen Phasen
  • Strukturierte Go-/No-Go-Entscheidungen
  • Auswertung und Lessons Learned

Wie aus diffusem Druck ein strukturierter Rückzug wird

Viele Organisationen starten Abschaltprojekte mit einer Tool-Diskussion oder einer technischen Detailfrage. Wir beginnen mit den Entscheidungen, die niemand gerne trifft: Was darf gehen, was muss bleiben, und zu welchem Preis. Daraus entwickeln wir einen Ablauf, der auch unter Druck tragfähig bleibt.

Bestandsaufnahme ohne Beschönigung

Zu Beginn steht nicht das Tool, sondern die ehrliche Frage: Was läuft hier eigentlich noch, und wovon hängt es ab. Wir führen Interviews mit Fachbereichen und IT, prüfen vorhandene Listen, Logs und Monitoring-Daten und zeichnen eine erste Karte der Altlandschaft. Widersprüche werden sichtbar gemacht, nicht glattgebügelt. Aus dieser Rohfassung entsteht ein gemeinsames Verständnis, welche Technologien überhaupt zur Diskussion stehen.

Gemeinsam sammeln wir Systeme, Schnittstellen, Schattenlösungen und provisorische Workarounds ein, die im Alltag kaum sichtbar sind. Ziel ist kein perfektes Inventar, sondern ein belastbares Bild, auf dessen Basis Entscheidungen möglich werden.

Risiken sortieren, Reihenfolge festlegen

Statt über einzelne Lieblingssysteme zu diskutieren, legen wir Kriterien fest, nach denen über Abschaltreihenfolgen entschieden wird. Wir bewerten, welche Folgen ein Ausfall hätte, wie teuer der Betrieb ist, welche Sicherheitslage besteht und ob tragfähige Alternativen bereitstehen. In moderierten Sessions gewichten Sie diese Kriterien, wir bereiten sie transparent auf. So entsteht ein priorisierter Korridor, der zeigt, wo Handlungsdruck herrscht und wo noch Zeit für saubere Vorbereitung bleibt.
Mit einem klaren Raster für Risiko, Kosten, Alternativen und regulatorische Anforderungen vermeiden wir endlose Grundsatzdebatten und schaffen nachvollziehbare Reihenfolgen.

Abschaltpfade und Takt planen

Auf Basis der Prioritäten entwickeln wir mit Ihrem Team einen Abschaltplan, der mehr ist als eine Liste von Wartungsfenstern. Wir definieren Abhängigkeiten, Übergangslösungen, Testfälle und Kommunikationswege. Jede geplante Abschaltung wird mit klaren Checkpunkten versehen: Was muss migriert, getestet, kommuniziert und dokumentiert sein, bevor der Schalter umgelegt wird. Der Plan bleibt bewusst lesbar, damit er im Alltag genutzt und angepasst werden kann, statt in der Schublade zu verschwinden.

Wir verbinden technische Schritte mit fachlichen Meilensteinen und sprechen explizit aus, welche Vorbedingungen vor einer Abschaltung erfüllt sein müssen, damit niemand überrascht wird.

Umsetzung begleiten, Routine schaffen

In der Umsetzung zeigen sich Widerstände, Überraschungen und Detailfragen, die auf keiner Folie standen. Wir stehen an der Seite Ihres Projektteams, moderieren Konflikte zwischen Fachseite und IT, helfen bei der Dokumentation und justieren den Plan nach, wenn die Realität sich meldet. Nach den ersten Abschaltungen werten wir mit Ihnen aus, was funktioniert hat und wo Strukturen angepasst werden müssen. Daraus entsteht eine wiederholbare Praxis, mit der Sie künftige Stilllegungen eigenständig steuern können.
Wir begleiten Ihr Team so lange, wie es sinnvoll ist: von der ersten Pilotabschaltung bis zur Etablierung wiederkehrender Routinen und Governance-Regeln für künftige Projekte.